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UNTERNEHMENSSTEUERUNG MINDESTSTEUERUNG
| Die globale Steuerlandschaft verändert sich mit Auswirkungen auf die Schweiz und die dort ansässigen Unternehmen. |
| Gemäß dem von der OECD und den G20-Staaten festgelegten Fahrplan sollen die ersten Elemente einer Mindeststeuer am 1. Januar 2023 in Kraft treten. Der Bundesrat hat daher beschlossen, die Mindeststeuer durch eine Verfassungsänderung umzusetzen und mittels einer Übergangsverordnung sicherzustellen, dass sie bereits am 1. Januar 2024 eingeführt werden kann. Die Stimmberechtigten werden am 23. Juni 2023 darüber abstimmen. Aus steuerlicher Sicht bleibt die Schweiz ein attraktiver Standort für Unternehmen und Privatpersonen. Angesichts der Einführung einer globalen Mindeststeuer auf große Unternehmen müssen sich jedoch einige Kantone auf höhere Steuern einstellen. Im Zuge der von der OECD und den G20-Staaten angestrebten Reformen, dieeinen Mindeststeuersatz von 15 % auf Körperschaftsgewinne, dürften sich die Unterschiede zwischen Kantonen mit niedrigen Körperschaftsteuersätzen wie Zug (11,85 %) und Bern (21,04 %), der hohe Steuern erhebt, verringern. Der von der OECD vorgeschlagene Mindeststeuersatz von 15 % gilt jedoch nur für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 750 Millionen Euro. In der französischsprachigen Schweiz haben die Kantone Waadt und Genf ihre Körperschaftsteuersätze auf 14 %, Neuenburg auf 13,57 %, Freiburg auf 13,87 %, Wallis auf 17,12 % und Jura auf 16 % festgelegt. Verglichen mit dem OECD-Mindestsatz von 15 % ist der Unterschied gering, und diese Kantone müssen nur geringfügige Anpassungen vornehmen, um die OECD-Sätze zu erfüllen. In der deutschsprachigen Schweiz führt der Kanton Zug mit einem Satz von 11,9 % die Rangliste an, gefolgt von Nidwalden (12,0 %) und Luzern (12,2 %). Mit einem Satz von 21,0 % liegt der Kanton Bern am Ende. Körperschaftsteuersätze in der Schweiz 2022: ![]() Im internationalen Vergleich werden Unternehmen in der Schweiz niedrig besteuert. Niedrige Steuersätze als in Kantonen mit niedrigen Steuern finden sich nur in traditionellen Offshore-Finanzplätzen, Guernsey, Katar und einigen osteuropäischen Ländern. Irland bleibt der Hauptkonkurrent der Schweiz in Europa. International unterliegen große Schweizer Unternehmen künftig denselben Regeln wie Unternehmen in Städten wie Singapur, Hongkong oder Dubai, die ihren Steuersatz ebenfalls auf 15 % anheben müssen. Dadurch wird es weniger Anreize für Unternehmen geben, allein aus steuerlichen Gründen in solche Standorte umzuziehen. Für sehr große Konzerne wird der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen bei künftigen Standortentscheidungen eine geringere Rolle spielen. Ob diese Entwicklungen im Unternehmenssteuerrecht Auswirkungen auf die Einkommensteuer haben werden, bleibt abzuwarten. Einkommensteuersätze in der Schweiz 2022 ![]() |
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